Marktanreizprogramm: Neue Förderrichtlinien am 01.03.2009 in Kraft getreten

Diese neuen Richtlinien gelten für ab dem 1. März 2009 beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gestellte Anträge und umfassen Änderungen bei der Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt. Diese setzen die Maßgaben aus dem am 1. Januar 2009 in Kraft getretenen Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) um. Nach dem EEWärmeG müssen Eigentümer von Gebäuden, die neu errichtet werden, den Wärmeenergiebedarf für Heizung (einschließlich Warmwasserbereitung) und Kühlung anteilig durch erneuerbare Energien decken. Die neue Förderung berücksichtigt das Eigeninteresse des Eigentümers eines Neubaus an der Erfüllung seiner Nutzungpflicht, aber auch die Tatsache, dass die Nutzung erneuerbarer Energien in Neubauten wesentlich weniger aufwändig ist.

Künftig erhalten Antragsteller für Solarkollektoren, Biomasseanlagen bis 100 kW Nennwärmeleistung und effiziente Wärmepumpen, die in Neubauten errichtet werden, um 25 % geringere Basisfördersätze. Die Bonusförderung bleibt jedoch unberührt.

Die geringen Fördersätze gelten nur für Anlagen in Neubauten, für die der Bauantrag bzw. die Bauanzeige ab dem 1. Januar 2009 gestellt bzw. erstattet wurde. Anlagen in Neubauten, für die bereits 2008 oder früher ein Bauantrag gestellt wurde, sind wie Anlagen in Bestandsbauten von dieser Kürzung nicht betroffen.

Allgemeine Informationen

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Rahmen des Marktanreizprogramms des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.

Im Interesse einer zukunftsfähigen, nachhaltigen Energieversorgung, angesichts der nur begrenzten Verfügbarkeit fossiler Energieressourcen sowie aus Gründen des Umwelt- und Klimaschutzes fördert die Bundesregierung den Ausbau erneuerbarer Energien im Energiemarkt. Das Ziel der Förderung ist, den Absatz von Technologien der erneuerbaren Energien im Markt durch Investitionsanreize zu stärken und deren Wirtschaftlichkeit zu verbessern.

Über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) sind förderfähig:

Die Errichtung und Erweiterung von:

Neben den eben beschriebenen Fördertatbeständen gibt es ein Bonusssystem, das für deutlich höhere Förderbeträge sorgen kann. Wer z. B. Solarkollektoren und Biomassekessel besonders energieeffizient einsetzt oder erneuerbare Energien miteinander kombiniert, wird zusätzlich mit einem Bonus belohnt. Eine Übersicht über die verschiedenen Fördermöglichkeiten kann zusammen mit den Antragsformularen heruntergeladen werden.

Die Fördersätze zusammengefasst:

Solaranlagen zur Warmwasserbereitung Bestand 60 €/m²,  mind. 410 €
Solaranlagen zur Heizungsunterstützung Bestand 105 €/m²
Erweiterung einer bestehenden Solaranlage 40 €/m²
Kesseltauschbonus mit Solaranlage Warmwasser 375 €
Kesseltauschbonus mit Solaranlage Heizungsunterstützung 750 €
Luftgeführter Pelletofen 5 bis 8 kW 36 €/kW, mind. 500 €
Luftgeführter Pelletofen ab 8 kW bis 100 kW 36 €/kW, mind. 1.000 €
Pelletofen mit Wassertasche 5 bis 100 kW 36 €/kW, mind. 1.000 €
Pelletkessel 5 bis 100 kW 36 €/kW, mind. 2.000 €
Pelletkessel mit neuem Pufferspeicher 30 l/kW, 5 bis 100 kW 36 €/kW, mind. 2.500 €
Hackschnitzelheizung mit neuem Pufferspeicher 30 l/kW, 5 bis 100 kW 1000 €/Anlage
Stückholzvergaserkessel mit neuem Pufferspeicher 55 l/kW, 15 bis 50 kW 1125 €/Anlage
Luft-/Wasserwärmepume 10 €/m² Wohnfläche, max. 1.500 €
bzw. 10 % der Investitionskosten
Sole-/Wasserwärmepumpe 20 €/m² Wohnfläche, max. 3.000 €
bzw. 15 % der Investitionskosten

Quelle: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, www.bafa.de