Thema Feinstaub und Pelletanlagen:

Immer wieder werden Pelletanlagen hohe Feinstaubemissionen unterstellt. Auslöser ist unter anderem ein Fernsehbericht bei Plusminus gewesen.
Die neuesten Forschungsergebnisse aus der Schweiz und Österreich bestätigen sowohl die niedrigen Staubemissionen wie auch die geringe Toxizität des hauptsächlich aus löslichen Salzen bestehenden Feinstaubes. Die rund 70.000 Pelletheizungen, die Ende 2006 in Deutschland installiert waren, emittieren jährlich rund 84 t Feinstaub. Umgerechnet auf den bundesweiten Ausstoß (ca. 184.000 t) tragen Pelletheizungen damit weniger als 0,05 % zur deutschen Gesamtfeinstaubbelastung bei. "Damit ist klar: Pelletfeuerungsanlagen haben kein Feinstaubproblem. Es wird der umweltfreundlichen Technik aber häufig von der Nutzungskonkurrenz angedichtet", so die Verbandsvorsitzende.

Alle häuslichen Holzheizungen (Kamine, Scheitholz- und Pelletfeuerungen) zusammen tragen 15 bis 20 Prozent zu den gesamten Feinstaubemissionen bei. Pelletfeuerungen machen 1 bis 2 Prozent dieses Feinstaubs aus und werden in der Außenwirkung daher vollkommen überbewertet.

Feinstaubemissionen von Pelletheizungen liegen in der Größenordnung von Ölheizungen. Die Feinstaubemissionen von Pelletheizungen sind um den Faktor 10 bis 100 geringer als bei herkömmlichen Holzheizungen. Die Werte bewegen sich zwischen 5 und 20 mg/Nm³ und entsprechen damit denen von bestehenden Ölheizungen. Das heißt, wenn alle bestehenden Holzheizungen durch moderne Pelletheizungen ersetzt würden, reduzierte sich der Ausstoß von Feinstaub um mehr als 50 Prozent, so der Feinstaub-Experte Volker Lenz vom Institut für Energetik und Umwelt (IE) in Leipzig.

Die aus Pelletheizungen emittierten Feinstäube sind aufgrund der Hauptbestandteile aus anorganischen Salzen in ihrer Toxizität deutlich geringer zu bewerten, nämlich 5 bis 10 Mal, als beispielsweise Ruß aus Dieselmotoren oder herkömmlichen Holzheizungen. Neue wissenschaftliche Gutachten von Prof. Thomas Nußbaumer vom Schweizer Ingenieurbüro Verenum zeigen, dass Feinstäube aus vollständiger Pelletverbrennung daher fast keine biologische Reaktivität aufzeigen und in den menschlichen Atemwegen fast vollkommen gelöst werden.

Quelle: Deutscher Energie-Pellet-Verband e.V. (DEPV)

Ausführliche Informationen sind auf der Homepage des DEPV (www.depv.de) hinterlegt.